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Deutscher Menschenrechts-Filmpreis: Preisträgerinnen und Preisträger bekanntgegeben

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis würdigt Film- und Fernsehproduktionen, die sich künstlerisch gelungen und inhaltlich engagiert mit dem Thema Menschenrechte auseinandersetzen. Nun wurden die Preisträgerinnen und Preisträger 2020 bekanntgegeben.

 

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird alle zwei Jahre verliehen. Seit 20 Jahren ist die Deutsche UNESCO-Kommission als Mitveranstalterin beteiligt. Aufgrund der Covid-19-Pandemie wird die Verleihung der Preise erstmals digital stattfinden. Die Preisträger und Preisträgerinnen wurden nun bereits bekanntgegeben.

In der Kategorie „Langfilm“ gewinnt die syrische Filmemacherin Waad al-Kateab mit ihrem Erstlingswerk „Für Sama“, das zusammen mit dem englischen Dokumentarfilmer Edward Watts entstand. In diesem filmischen Brief an ihre kleine Tochter zeichnet die Filmemacherin ihr Leben nach: von Schwangerschaft, Geburt und Familienleben bis hin zur Flucht aus ihrer Heimatstadt Aleppo.

Den Preis in der Kategorie „Kurzfilm“ erhält der Dokumentarfilm „Ab 18! - Die Tochter von ...“ von Joakim Demmer und Verena Kuri in Kooperation mit Chiara Minchio. Die Kindheit von Micaela Verón wird überschattet von der Entführung ihrer Mutter. Der Film zeigt, wie Micaela sich immer mehr traut, jenseits des Schicksals ihrer Mutter ein Mensch mit eigenständiger Geschichte zu werden.

Die Satire „Masel Tov Cocktail“ von Arkadij Khaet und Mickey Paatzschhat wird gleich in zwei Kategorien ausgezeichnet: als bester studentischer Film im Bereich „Hochschule“ und im Bereich „Bildung“. Die fiktive Erzählung zeigt in 30 Minuten, wie es ist, eine deutsche und zugleich jüdische Identität zu haben.

In der Kategorie „Non Professional“ gewinnt der Kurz-Dokumentarfilm „Just. Another. Month.“ von Charlotte Weinreich und Rosa-Lena Lange. Der Film zeigt das Engagement von zwei namibischen Aktivistinnen für die Gleichberechtigung namibischer Frauen und ihren Einsatz dafür, dass sich auch ärmere Frauen Sanitärprodukte für ihre Menstruation leisten können.

365 Filme wurden in diesem Jahr eingereicht. Die Mitveranstalter trafen die Vorauswahl, drei hochkarätige Fachjurys die Endauswahl in fünf Kategorien. Die Deutsche UNESCO-Kommission war in der Vorauswahl durch ehemalige Teilnehmende des Freiwilligendiensts kulturweit vertreten.

Preisverleihung am 5. Dezember

Zum ersten Mal wird die Preisverleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreis am 5. Dezember 2020 digital stattfinden. In Kooperation mit dem Bayerischen Fernsehen wird die Veranstaltung auf mehreren Kanälen zu sehen sein.