Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Deutschen UNESCO-Kommission,

100 vorbildliche Beispiele für zukunftsfähiges Denken und Handeln

Bundesministerium für Bildung und Forschung und Deutsche UNESCO-Kommission zeichnen Initiativen für Bildung für nachhaltige Entwicklung aus

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche UNESCO-Kommission haben heute im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung gemeinsam 100 vorbildliche Bildungsinitiativen aus ganz Deutschland ausgezeichnet. 55 Lernorte, 36 Netzwerke und neun Kommunen zeigen beispielhaft, wie Nachhaltigkeit systematisch in der deutschen Bildungslandschaft verankert werden kann. Im Futurium in Berlin haben Christian Luft, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, und Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, die BNE-Auszeichnungen überreicht.

Jeden Freitag setzen sich Schülerinnen und Schüler mit ihren Demonstrationen für weltweite Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung ein. Doch es sind nicht allein globale Lösungen, auf die es ankommt. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) kann auch auf lokaler Ebene vielfältig verwirklicht werden. Das zeigen die ausgezeichneten Initiativen: So finden junge Menschen in einem Lernort etwa über das Sanieren denkmalgeschützter Bauten einen Einstieg in den Beruf und lernen gleichzeitig, sozial und wirtschaftlich nachhaltig zu handeln. In einem Netzwerk setzen sich Schülerinnen und Schüler zusammen mit Künstlergruppen mit Klimagerechtigkeit auseinander. In einer Kommune beteiligen sich Kindergartenkinder aktiv am Schutz von Ressourcen.

Bildungsstaatssekretär Christian Luft: „Die Zukunft können wir nur gestalten, wenn es uns gelingt, alle Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu befähigen. Dafür steht Bildung für nachhaltige Entwicklung und deshalb unterstützt das Bundesbildungsministerium das Weltaktionsprogramm der UNESCO. Die heute ausgezeichneten Initiativen zeigen die Vielfalt und den Nutzen von Bildung für nachhaltige Entwicklung für unser Leben. Sie tragen dazu bei, Nachhaltigkeit zum selbstverständlichen Teil des Alltags vieler Menschen zu machen. Sie motivieren, aktivieren und zeigen, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung gelingen kann. Ich gratuliere allen Preisträgern zu ihrer Auszeichnung und danke für ihre unermüdliche Arbeit!“

Prof. Dr. Maria Böhmer: „100 Wege, BNE zu leben. Hundertmal mehr Zuversicht für die Zukunft. 2020 starten wir gemeinsam in das neue UNESCO-Programm ‚ESD for 2030‘. Die 100 Initiativen, die wir in diesem Jahr auszeichnen, zeigen schon heute auf beeindruckende Weise, dass BNE ein wichtiger Treiber ist, die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Zu diesem Erfolg gratuliere ich unseren Ausgezeichneten ganz herzlich!“

Hintergrund

Im Rahmen der nationalen Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung zeichnen das BMBF und die Deutsche UNESCO-Kommission seit 2016 jährlich vorbildhafte Bildungsinitiativen aus. Die Auswahl trifft eine Jury bestehend aus Mitgliedern der Nationalen Plattform BNE, dem obersten Lenkungsgremium für die deutsche Umsetzung des Weltaktionsprogramms, sowie Vertreterinnen und Vertretern des BMBF, der Freien Universität Berlin und der Deutschen UNESCO-Kommission. Die ausgezeichneten Initiativen stellen sich auf dem BNE-Portal vor. Sie profitieren vom Austausch mit anderen Akteuren in einem breiten Wissens- und Praxisnetzwerk. Bei Fragen zur individuellen Weiterentwicklung bietet die Freie Universität Berlin den Initiativen eine Beratung an.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung bedeutet, Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle in einer intakten Umwelt zu verwirklichen. Bildung ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken. In der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 der Vereinten Nationen ist die Umsetzung von BNE als Ziel für die Weltgemeinschaft verankert. Im Anschluss an das UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015 – 2019) beteiligt sich Deutschland ab 2020 auch am UNESCO-Folgeprogramm „ESD for 2030“, dass eng an die Agenda und ihre 17 globalen Nachhaltigkeitsziele geknüpft ist. Zum Auftakt des neuen Programms findet vom 2. bis 4. Juni 2020 in Berlin eine UNESCO-Welt-Konferenz statt.

Pressekontakt

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat LS21 – Presse; Soziale Medien; Internet
Telefon: +49 30 1857-5050
presse(at)bmbf.bund.de

Deutsche UNESCO-Kommission
Pressesprecherin
Stephanie Laumen
Telefon: +49 228 60497-144
laumen(at)unesco.de