Bildung für nachhaltige Entwicklung

BNE weltweit

Die UNESCO verfolgt das Ziel, BNE-Aktivitäten auf der ganzen Welt anzustoßen und zu intensivieren. Dies meint zum einen, Bildung und Lernen so zu gestalten, dass jeder Mensch das Wissen, die Fähigkeiten, Werte und Einstellungen erwerben kann, um zu einem gerechteren, friedlicheren und nachhaltigeren gesellschaftlichen Zusammenleben beitragen zu können. Zum anderen soll die Rolle der Bildung in allen Programmen, die nachhaltige Entwicklung fördern, gestärkt werden.

Fünf prioritäre Handlungsfelder

Um eine globale strategische Fokussierung zu ermöglichen und das Engagement von BNE-Akteuren zu fördern, hat die UNESCO fünf prioritäre Handlungsfelder identifiziert, um BNE weltweit voranzubringen:

1. Politische Unterstützung
Integration des BNE-Konzepts in die Politik in den Bereichen Bildung und nachhaltige Entwicklung, um ein günstiges Umfeld für BNE zu schaffen und eine syste-mische Veränderung zu bewirken.

2. Ganzheitliche Transformation von Lern- und Lehrumgebungen
Integration von Nachhaltigkeitsprinzipien in Bildungs- und Ausbildungskontexte.

3. Kompetenzentwicklung bei Lehrenden und Multiplikatoren
Stärkung der Kompetenzen von Erziehern und Multiplikatoren für effektivere Ergebnisse im Bereich BNE.

4. Stärkung und Mobilisierung der Jugend
Einführung weiterer BNE-Maßnahmen für Jugendliche.

5. Förderung nachhaltiger Entwicklung auf lokaler Ebene
Ausweitung der BNE-Programme und -Netzwerke auf der Ebene von Städten, Gemeinden und Regionen.

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... über die prioritären Handlungsfelder in der „UNESCO-Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung“

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Internationale Partnernetzwerke

Über 90 Organisationen und Unternehmen aus der ganzen Welt treiben Aktivitäten zu den prioritären Handlungsfeldern in fünf internationalen Partnernetzwerken voran. Ziel der Partnernetzwerke ist es, Synergien zu schaffen und die Wirkung ihrer Arbeit zu maximieren. Sie entwickeln gemeinsame Leuchtturm-Projekte und sollen mit ihrer Arbeit weitere Akteure inspirieren. Unter den rund 90 ausgewählten Mitgliedern der internationalen Partnernetzwerke der UNESCO sind auch fünf deutsche Mitglieder:

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung
Das ESD Expert Net / Engagement Global
rootAbility
Die Freie und Hansestadt Hamburg
Der UNESCO Chair in Higher Education for Sustainable Development an der Universität Lüneburg

Gute Praxis weltweit

Weltweit setzen sich Menschen für BNE ein. Jeder und jede kann einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und des UNESCO-Programms „BNE 2030“ leisten. Innovative und wirkungsvolle Initiativen, Praktiken, Ansätze und Prozesse werden von der UNESCO identifiziert, veröffentlicht und auf breiter Ebene geteilt.

UNESCO-Japan Preis für Bildung für nachhaltige Entwicklung

Der UNESCO-Japan Preis für BNE zeichnet seit 2015 weltweit Projekte von Individuen, Institutionen oder Organisationen aus, die BNE besonders gelungen umsetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf innovativen und transformativen Ansätzen, die individuellen und sozialen Wandel vorantreiben, und dabei die ökologische, wirtschaftliche und soziale Dimension von Nachhaltigkeit in den Blick nehmen. Der Preis wurde vom Exekutivrat der UNESCO bei seiner 195. Sitzung ins Leben gerufen und 2014 offiziell bei der UNESCO World Conference on ESD in Aichi-Nagoya, Japan, vorgestellt.

 

Deutsche Preisträger

2019 wurde die Freie und Hansestadt Hamburg für ihre Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ mit dem UNESCO-Japan Preis für BNE ausgezeichnet.

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2015 wurde rootAbility gUG für das „Green Office Modell“ mit dem UNESCO-Japan Preis für BNE ausgezeichnet.

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